Musikklassen an

der Gesamtschule Iserlohn

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Tontechnik-Worshops

Bereits zweimal fanden in der Gesamtschule oder im Werkhof in Hohenlimburg Tontechnikerworkshops statt. Hier zwei Berichte:

Tontechnik-Workshop an der Gesamtschule

"Wieso höre ich nichts? Wo kommt dieses Kabel rein? Mit welchem Regler steuere ich das Effektgerät?" Schnell stehen solche Fragen im Raum als Micros, Mischpulte, Effektgeräte, Boxen, usw. ausgepackt sind. "Selbst professionelle Musiker tun sich oft schwer mit dem Signalfluss vom Mikrophon bis zum Lautsprecher", beruhigt Audioingenieur Walter Hauschild die Teilnehmer aus den Klassen 7 bis 11. Zwanzig Schülerinnen und Schüler sitzen an diesem Mittwoch, 18.02.04, konzentriert im Musikraum der Gesamtschule und lernen die Arbeitsweise von Tontechnikern kennen und werden dann quasi selbst zu Produzenten, die einen Song abmischen und präsentieren.
Doch zuerst musste hart und konzentriert mit dem Kopf gearbeitet werden, denn ohne Theorie geht es auch hier nicht. Der Aufbau und die Wirkungsweise eines Mischpultes müssen verstanden sein, ehe das erste Kabel gesteckt wird. Nach zwei Stunden ist es endlich so weit: Alles ist aufgebaut und angeschlossen. "In einer Viertelstunde will ich den ersten Mix hören", ruft Hauschild. Jetzt kommt es auf genaues Hinhören und Entscheiden an: Ist der Bass zu fett, kommt die Gitarre prägnant genug durch und kann die Stimme durch Zugabe von etwas Hall an Ausdruck gewinnen? Am Ende können sich die Ergebnisse des ersten Mix-Versuches schon gut hören lassen.
"Bevor ich ein Lied verändern kann, muss ich gut hineingehört haben" erklärt Hauschild, und genau das will er mit seinem Workshop erreichen. Außerdem erhalten die Schüler so einen interessanten Einblick in das Berufsfeld des Tontechnikers. "Kommunikation ist ungeheuer wichtig. Vor der Technik steht der Umgang mit den Menschen. Ein guter Produzent bzw. Tontechniker motiviert "seine" Musiker zu höchster Leistung. Ein guter Musiker versteht die Arbeitsweise der Tontechnik, wenn die Zusammenarbeit produktiv werden soll."
Die Gesamtschule hat dieser Tag keinen Cent gekostet. Die Geräte der Hersteller und die Schulungsleitung der Firma Busker Music wurden komplett gesponsert. Wenn es nach den Schülern ginge, so könnte es bald eine Fortsetzung geben.

Im zweiten Schulhalbjahr 02/03 gab es für alle Musiktechnik-Begeisterten zwei Highlights an unserer Schule.
Am 4. Februar 2003 eröffnete Walter Hauschild von der Firma "busker-music" 20 interessierten Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 7 bis 9 einen praktischen Einblick in die Welt der Tontechnik .
Besonders gelungen für die Schüler war die Tatsache, dass die Theorie in kleinen Schritten und anwendungsbezogen vermittelt wurde. Dafür hatte Walter Hauschild umfangreiches Equipment mitgebracht. An 5 Arbeitsplätzen, die jeweils mit einem Mischpult, einem Effektgerät, einem Harddiscrecordingsystem sowie Microphonen und Kabeln ausgestattet waren, lernten die Schüler neben Auf- und Abbau grundlegende Arbeitstechniken wie Auspegeln, Effekteinschleifen, Einstellung eines semiparametrischen Equalizer, Positionierung im Stereobild, Routing, etc..
Dass alle dies verstanden hatten, konnten die Schüler mit der abschließenden Aufgabe unter Beweis stellen, einen ansprechenden Mix aus den vorgegebenen Gruppenspuren eines Songs zu erstellen. Die Ergebnisse waren nahezu "plattenreif".
Damit die Lehrer zumindest auf dem gleichen Wissensstand wie ihre Schüler sind, hatten sie die Gelegenheit es den Schülern am vorhergehenden Tag gleichzutun. Schüler und Lehrer waren sich hinterher alle einig: ein toller Workshop!!!

Für 12 Schüler, denen dieser erste Einblick nicht reichte, fand an drei Wochenenden im März in Zusammenarbeit mit dem Werkhof Hohenlimburg eine Fortsetzung statt. Diese Institution, die u.a. eine mehrjährige Berufsausbildung zum Mediengestalter durchführt, ist hinsichtlich der Ausstattung bestens dafür geeignet. Außerdem stand uns mit dem Diplom-Tontechniker, Herrn Henning Thomas, ein kompetenter Referent zur Seite.
Der erste Schritt bestand darin, zwei Stücke einer Band im Tonstudio des Werkhofs aufzunehmen. "You Are The Sunshine Of My Life" und "I Will Survive" hatten Schülerinnen und Schüler der Bigband der 9.6 extra dafür einstudiert. Und dennoch mussten einige Passagen öfter gespielt und aufgenommen werden. Eine anstrengende Arbeit!
Als alles auf Band war begann am nächsten Tag die eigentliche Aufgabe für die Tontechniker. Was sie vorher theoretisch vermittelt bekommen hatten mussten sie nun praktisch anwenden: Welche Filter setze ich, damit z.B. die Bass Drum des Schlagzeugs auch danach klingt? Wie arbeite ich mit Kompressor/Limiter? Welche Effekte gebe ich z.B. dem Gesang oder den Bläsern? Wie positioniere ich die Instrumente im Stereobild? Und so weiter! Jede Kleingruppe machte ihren eigenen Mix, der dann zum Abschluss gemastert und auf CD gebrannt wurde. Das Ergebnis kann sich hören lassen!

Der dritte große Teil stand unter dem Thema Live-Beschallung. Im Forum unserer Schule wurde von jeder Kleingruppe die komplette schuleigene PA (Beschallungsanlage mit Boxen, Endstufen, Mischer und Zubehör) aufgebaut, die Instrumente mikrophoniert oder direkt abgenommen, ein Soundcheck inclusive Monitoring durchgeführt und zuletzt alles wieder abgebaut. Ziel diese Teiles, war es, alle Teilnehmer in die Lage zu versetzen, bei der Verstärkung z.B. einer unserer Schul-Bigbands kompetent unterstützen zu können. Dieses Ziel haben alle Teilnehmer mit Bravour erreicht und ein entsprechendes Zertifikat erhalten. Insgesamt war dies sicherlich ein anstrengender aber auch sehr informativer Lehrgang, der vielleicht regelmäßig angeboten werden sollte.

 

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